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Goldsteig Wandermagazin Magazin August 2020

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Unterwegs am Goldstück Ostbayerns: 2020 ist für uns alle ein etwas anderes Jahr. Geprägt von einer Krise ist die Sehnsucht nach Freiheit und der Natur für jeden von uns groß. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn ein wahres Paradies vor der Haustür liegt? Der Goldsteig bietet schier unendliche Möglichkeiten den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald zu erkunden. Egal ob Sie als Etappenwanderer unterwegs sind oder einfach mal Lust haben eine kleine Runde auf dem längsten Qualitätsweg Deutschlands zu wandern – wir versichern Ihnen, dass jeder für seinen Geschmack das passende findet. Wir blicken positiv in die Zukunft und hoffen, dass von August bis November 2020 die Veranstaltungen, die in dieser Ausgabe stehen, stattfinden können. Dennoch: Informieren Sie sich im Vorfeld, ob Veranstaltungen oder geführte Wanderungen auch wirklich durchgeführt werden – in der aktuellen Situation weiß niemand, wie es sich entwickelt. Ansonsten nehmen Sie es einfach in das Jahr 2021 als Inspiration mit.

Gerne teilt Gerlinde

Gerne teilt Gerlinde Müllner ihre Tipps mit den Besuchern. Seit fast 35 Jahren arbeitet Gerlinde Müllner im Waldgeschichtlichen Museum. Rita Gaidies in ihrem Element – Kindern die Natur nahezubringen. Diese Libellenlarve ging den Kindern ins Netz. Und diese bekommen sie bei Thomas Michler. Seit 2007 arbeitet er beim Nationalpark in der Umweltbildung und hat im Jahr 2011 zusammen mit Christian Burghart, dem Konrektor der Mittelschule Zwiesel, das Kooperationsprojekt der Nationalpark-Schulen für die Landkreise Freyung-Grafenau und Regen ins Leben gerufen. „Die Idee war, dass sich Schule und Schutzgebiet verbinden und gemeinsam Projekte umsetzen“, erklärt Michler und erinnert sich an den Start. „Wir haben mit drei Schulen begonnen und es hat zwei Jahre gedauert, bis wir weitere Partner für die Idee gewinnen konnten.“ Heute ist das Interesse an dem Projekt groß. „Die Anzahl ist auf zehn Partnerschulen beschränkt - und diese Höchstgrenze ist seit dem Jahr 2017 erreicht.“ 1500 Schüler nehmen seitdem jährlich an verschiedensten Programmen, Aktionen, Führungen und Vorträgen teil. „Jede Schule wird gebeten, eine Ecke im Schulhaus zu gestalten, in der der Nationalpark präsentiert wird.“ Darüber hinaus finden regelmäßig Lehrerfortbildungen zu den verschiedensten Themen statt. Wie eben zum Biber. Thomas Michler bleibt an einem umgefallenen, morschen Baum stehen und weist den Lehrern den Weg. „Hier geht es weiter“, sagte er und schiebt einen Fichtenast zur Seite. „Dort hinten hat man den besten Blick auf den Biberteich und die Burg.“ Der Boden ist nass und matschig. Nur wer gute Schuhe anhat, kommt weiter. Doch dies nimmt jeder gern in Kauf - für die Informationen aus erster Hand. Der Gast ist König „Die Wanderung durchs Klosterfilz ist leicht zu meistern, wenn Sie höher hinauswollen, ist der Lusen wunderschön“, sagt Gerlinde Müllner. Sie steht im Waldgeschichtlichen Museum in St. Oswald an der Infotheke und erläutert einem jungen Paar anhand von Flyern passende Wandertipps. Währenddessen kommt ein kleiner Junge um die Ecke gerannt. Zusammen mit seinen Eltern hat er die Kinder-Rallye im Museum gemeistert und will sich nun seine Belohnung abholen. „In so einem Trubel fühle ich mich wohl“, sagt Gerlinde Müllner und lächelt zufrieden. Seit fast 35 Jahren arbeitet die 59-jährige Reichenbergerin im Waldgeschichtlichen Museum. Eine lange Zeit, aus der es viele Geschichten zu erzählen gibt. Wie zum Beispiel über den Umbau des Museums im Jahr 2006, die unzähligen Ausstellungen oder die vielen Besuche von prominenten Politikern. „Da könnte ich ein Buch drüber schreiben.“ An was sich Gerlinde Müllner aber am liebsten erinnert, sind nicht die großen Ereignisse – sondern die kleinen. „Wenn ein Gast nach seinem Ausflug zu mir kommt und sich für den tollen Tipp bedankt, dann ist das für mich das größte Lob.“ Oder wenn Touristen vom Nationalpark so begeistert sind, dass sie immer wiederkommen. „Es gibt viele, die jeden Urlaub mal vorbeischauen.“ Einfach um „Grüß Gott“ zu sagen - oder sich einen neuen Ausflugstipp zu holen. Da kennt Gerlinde Müllner dann schon die Vorlieben und kann entsprechend beraten. Doch es sind nicht immer nur Touristen, denen sie weiterhilft. Gerlinde Müllner ist zusammen mit ihren Kolleginnen auch für die Auskunft und Anmeldung beim Schulklassenprogramm zuständig. Der Nationalpark bietet interessierten Schulen einen Unterrichtstag in der Natur an. „Auch die Nachfrage in diesem Bereich wird immer größer.“ Für Gerlinde Müllner kein Problem. „Wir sind für den Gast da. Da lassen wir alles liegen und stehen“, sagt sie und faltet eine Wanderkarte auseinander. Der nächste Besucher steht schon an der Theke. Rita Gaidies (63) genießt die Zeit, in denen sie Kindern etwas beibringen kann. Als Leiterin des Hauses sitzt sie oft im Büro und beschäftigt sich mit Verwaltungsangelegenheiten. Viele Umbau- und Renovierungsmaßnahmen wurden in den vergangenen Jahren umgesetzt. Für die Schulklassen, die ins Jugendwaldheim kommen, muss sie individuelle Programme erstellen. Darüber hinaus gilt es immer wieder Interreg-Projekte oder Umweltbildungskonzepte zu erarbeiten und abzuwickeln. „Im letzten Projekt ging es darum, Kindern und Jugendlichen Artenvielfalt näherzubringen“, erklärt Rita Gaidies. Eine Arbeit, die ihr großen Spaß macht. „Vor allem dann, wenn ich die Konzepte mit den Kindern in der Praxis ausprobieren kann.“ Dann fühlt sich Rita Gaidies, die in Siebenellen in der Nähe von St. Oswald wohnt, ihrem eigentlichen Beruf wieder sehr nahe. Sie ist Lehrerin. Nach dem zweiten Staatsexamen hätte sie nach München gehen sollen. „Das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte in der Region bleiben.“ Sie begann im Hans-Eisenmann-Haus an der Theke zu arbeiten, zehn Jahre später war sie pädagogische Fachkraft und 2005 übernahm sie die Leitung vom Wildniscamp am Falkenstein. „Seit 2008 bin ich nun im Jugendwaldheim“, sagt sie zufrieden. In dem Moment kommt eine Schulklasse von ihrem Walderlebnistag zurück. Die Kinder lachen und sind gut gelaunt, es hat allen großen Spaß gemacht. Das ist Musik in Rita Gaidies Ohren. „Die positive Rückmeldung – das ist unsere Motivation.“ Die Natur als Lernort nutzen „Was hast du denn da erwischt?“ Rita Gaidies, die Leiterin des Jugendwaldheims „Wessely Haus“, steht zusammen mit Viertklässlern am hauseigenen Teich. Keschern ist heute angesagt. „Was ist das?“, fragt ein Mädchen, während sie ihren Fang begutachtet. Rita Gaidies gibt einen Tipp: „Das ist eine Larve von einem Tier das fliegt – aber es ist kein Schmetterling.“ Es dauert eine Weile, bis die Kinder auf die Libelle kommen. Und dann entdecken sie noch viel mehr: Kaulquappen, Bergmolche und Posthornschnecken. Die Kinder sind begeistert und lernen viel dazu. „Und genau das ist ja unser Ziel.“ 30 31

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