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Wandermagazin Goldsteig, Winter 2020/2021

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Unterwegs am Goldstück Ostbayerns: Das Leben am Goldsteig machen vor allem auch die Momente zwischen den Menschen aus. Richtig bewusst wird das einem erst, wenn solche Begegnungen ausbleiben. Wir blicken positiv in die Zukunft und hoffen, dass von Dezember 2020 bis März 2021 die Veranstaltungen, die in dieser Ausgabe stehen, stattfinden können. Dennoch: Informieren Sie sich im Vorfeld, ob Veranstaltungen oder geführte Wanderungen auch wirklich durchgeführt werden - in der aktuellen Situation weiß niemand, wie es sich entwickelt. Ansonsten nehmen Sie es einfach in das Jahr 2021 als Inspiration mit.

GOLDSTEIG erleben Auch

GOLDSTEIG erleben Auch während der kalten Jahreszeit bleibt der Goldsteig ein echtes Highlight. Denn was gibt es schöneres als durch den Schnee unter blauem Himmel zu spazieren. Wer auf der Suche nach ganz besonderen Wintererlebnissen ist, wird garantiert fündig. Außerdem erwartet Sie der zweite Teil der Mitarbeiterportraits anlässlich zu 50 Jahren Nationalpark. Denn das Jubiläumsjahr 2020 neigt sich tatsächlich langsam dem Ende zu. 50 Jahre Nationalpark – Mitarbeiter im Porträt Im Zuge des 50-jährigen Bestehens des Nationalparks Bayerischer Wald stellen wir Ihnen die Arbeitsbereiche des Großschutzgebiets in dieser und der nächsten Ausgabe in Form von Mitarbeiterportraits vor. Bestens vernetzt mit dem Nationalpark Šumava Es ist eine Verabredung am Waldrand. Doch das Thema geht viel tiefer. Es ragt sogar deutlich über den bayerischen Tellerrand – hinein in den tschechischen Nationalpark Šumava. BR-Moderator Andi Christl hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, den Hörern der Radiosendung „Mensch Bayern“ die grenzüberschreitende Kooperation in Sachen Naturschutz näherzubringen. Und als Gesprächspartner kommt da nahezu nur ein Mann in Frage – Biologe Pavel Bečka. Der Ex-Profisportler hat viele Jahre in der deutschen Basketball-Bundesliga gespielt, sich nach dieser Karriere aber dem Wald verschrieben. So ist der Tscheche nach Engagements für den Nationalpark Šumava seit 2015 nicht mehr nur bei diesem, sondern auch beim Nationalpark Bayerischer Wald beschäftigt. Als Koordinator der beiderseitigen Zusammenarbeit übernimmt er eine Schlüsselrolle. „Das Schöne dabei ist, dass die Arbeit wirklich Wirkung zeigt“, freut sich der 49-jährige. „Die Mitarbeiter der beiden Verwaltungen rücken näher zusammen, schmieden Projektpläne und sorgen dafür, dass die Grenze selbst in den Köpfen der Wanderer mehr und mehr verschwindet.“ Das Erfolgsrezept dahinter: Bečka hat nicht nur reichlich Fachkenntnis, sondern spricht zudem fließend Tschechisch und Deutsch. Er dient oft als Moderator bei Gesprächen, übersetzt Förderanträge oder findet für anfänglich gegenteilige Vorstellungen Kompromissvorschläge. Vielleicht noch wichtiger: Er versteht stets beide Seiten, kennt die jeweiligen Mentalitäten. So erkennt auch Moderator Andi Christl schnell: „Du bist quasi ein grenzüberschreitender Botschafter des Waldes.“ Pavel Bečka kann sich mit dieser Bezeichnung anfreunden, merkt aber gleich an: „Viel wichtiger als meine Person ist die Tatsache, dass beide Nationalparks dieselben Ziele haben.“ Egal ob beim Waldmanagement, bei Forschungsund Umweltbildungsprojekten oder bei der Besucherlenkung: „Wir wollen uns miteinander weiterentwickeln.“ Diese Kernnachricht kommt auch bei den Radiohörern an: Das größte zusammenhänge Waldschutzgebiet Mitteleuropas kennt keine Grenzen. 30 31