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Winterurlaub 2026

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Kühle klare Luft, Stille zwischen verschneiten Bäumen und weite Horizonte, die das Auge zur Ruhe kommen lassen – willkommen in der Urlaubsregion Bayerischer Wald. Hier beginnt der Winter nicht erst mit metertiefem Schnee, sondern mit dem ersten Frost auf den Wiesen, mit dem warmen Dampf aus einer Tasse Tee nach der Wanderung, mit dieser besonderen Stimmung, die die dunklere Jahreszeit zur schönsten machen kann. Wenn dann doch die Schneeflocken fallen – und das tun sie hier oben in den Bergen oft früher und länger als anderswo – verwandelt sich die Landschaft in ein echtes Wintermärchen. Mehr als 130 Gipfel ragen im Bayerischen Wald über die 1.000-Meter-Marke – und bieten spektakuläre Ausblicke auf die wogenden Waldberge, die sich wiesanfte Wellen bis zum Horizont schieben. Der Winter hier ist leise, weiträumig und voller Möglichkeiten

Rauhwuggerl in Sankt

Rauhwuggerl in Sankt Englmar GESCHICHTE, DIE KRIBBELT EISKALTE TRADITIONEN & BRÄUCHE Die Zeit zwischen der Wintersonnwende am 21. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Januar gilt im Bayerischen Wald als die mystischste Zeit des Jahres: duster, kalt und nichts für schwache Nerven. In dieser Zeit erwachen im Bayerischen Wald uralte Bräuche zum Leben: Hexen, Geister, Perchten und andere mystische Kreaturen huschen zwar nur in besonderen Nächten durch die Dörfer - den Zauber der vielen Mythen und Sagen, Legenden und Geschichten spürt man aber immer. Winter im Bayerischen Wald ist ein Fest für alle, die auf geheimnisvolle Traditionen, schaurigschöne Geschichten, lebendige Bräuche und Gänsehaut stehen… Tod und Teufel geistern durch Engelshütt Beißender Rauch von brennendem Fichtenholz liegt in der Luft. Schauriges, Geheimnisvolles kündigt sich an: die Lamer Rauhnacht, einer jener sagenumwobenen Abende der Mitwinterzeit, in der alte Gebräuche, Aberglaube und längst vergessene Erinnerungen an das Heidentum wieder aufflackern. Alt und Jung wohnen am 27. Dezember diesem gespenstischen Spektakel bei, wenn Tod und Teufel, verwegene Woidgeister und böse Hexen wie Irrwische vorm lodernden Lagerfeuer tanzen. Von den krachenden Böllerschützen und dem dumpfen Schellen geläut der Wolfausläuter werden die Nachtgeister geweckt. Das Dunkle, Mystische, Geheimnis volle lieben sie, lodernde Feuer zungen scheinen den Gestalten neue Kräfte zu verleihen, so sehr fühlen sich die zotteligen Dämonen zu ihnen hingezogen. Mit ohrenbetäubendem Lärm brechen die Unholde herein: Schwarze Männer, Schreckgestalten, rauhe Gesellen, die wilde Jagd wirkt wie entfesselt. Sankt Englmarer Rauhnacht Am 28. Dezember ab 17 Uhr wird der Kirchplatz in Sankt Englmar zur mystischen Bühne mit Rauhwuggerln, Hexen, Feuershow, Wolfaus lassern, Schneebar, Kulinarik und Aftershowparty - die größte Winterparty im Bayerischen Wald! Termine der Rauhnächte unter: Rauhnacht in Lam 22 WINTERURLAUB BAYERISCHER WALD

© Bayern Tourismus - Peter von Felbert WOLFAUSLASSEN IN BODENMAIS UND RINCHNACH „Rund um den Martinstag, also am 10. und 11. November, ziehen wir Wolfauslasser, auch „Wölfe“ genannt, mit kleinen und großen Kuhglocken durch die Orte des Bayerischen Waldes. Wir stehen sinnbildlich für die Hirten, die im Sommer das Vieh auf den Waldweiden gehütet haben. Vor jedem Haus wird laut geläutet, der Hirte ruft seinen Spruch und der Hausherr gibt ein kleines Hirtengeld. Früher hieß es, das Geläut halte die Wölfe fern und schütze das Vieh. Gleichzeitig half der Klang, verirrte Tiere im Wald oder bei Nebel wiederzufinden - deshalb tragen Weiderinder auch heute noch Glocken. Für uns steht das Wolfauslassen für das Traditionsbewusstsein der Waidler. Wenn die Weidesaison vorbei ist und das Vieh sicher im Stall steht, gehört der Wald sinnbildlich wieder dem Wolf. Heute halten wir diesen eindrucksvollen Brauch im ganzen Bayerischen Wald lebendig, besonders in Rinchnach und Bodenmais“. Hanse Wenzl, Hirte und Wolfauslasser aus Langdorf Hanse Wenzl beim Wolfauslassen in Langdorf 23

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